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Mosheim und seine Geschichte

Mosheim ist der älteste Ortsteil der seit 1974 bestehenden Gemeinde Malsfeld.
Das Dorf hat ca. 480 Einwohner. Mit seinem Neubaugebiet ist es auf Zuwachs angelegt. Nach dem Bau einer modernen Kanalisation wurden viele Straße erneuert. Im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms des Landes Hessen bekam der Lindenplatz einen Dorfbrunnen. Das Ehrenmal erhielt einen neuen Platz. Mit liebevoll angelegten und gepflegten Grünanlagen zeigt sich die Hochlandgemeinde in neuem Kleid. Im Ort sind mehr als 30 eigenständige Betriebe und Gewerbetreibende angesiedelt.
Der Blumen- und Floristikgroßhandel Hain, die Landfleischerei Hain und Otto-Eier haben den Ort in der Region zusätzlich bekannt gemacht.Jährlich im Mai organisiert die Dorfjugend die nordhessenweit bekannte „Schwinnefete“.
Das Bild des Ortskerns von Mosheim wird bis heute von bäuerlichen Höfen bestimmt, obwohl nur noch wenige Betriebe von Vollerwerbslandwirten geführt werden. Die freigewordenen Stallungen werden zunehmend mehr von Pferdeliebhaber als Unterstellplätze für ihre Vierbeiner genutzt.
Das gesellschaftliche und kulturelle Leben pflegen die Mosheimer im Landfrauenverein, im Tauberverein „Mosenberger Bote“ und im Sportverein. Die aktiven Handballerinnen und Handballer halten beachtliche Plätze in der Landesliga. Die Freiwillige Feuerwehr verfügt im neuen Gerätehaus über komfortable Schulungs- und Aufenthaltsräume.
Das Dorfgemeinschaftshaus ist ein beliebter Treffpunkt. Es bietet in mehreren Räumen Platz für Familienfeiern, Vereinstreffen oder Versammlungen. Eine Gastwirtsfamilie bewirtschaftet das Haus als Dorfschänke.
Mosheimer Geschichte:
Wann Mosheim erstmals urkundlich erwähnt wurde, kann nicht auf ein bestimmtes Datum festgelegt werden. Die mit der Endung „-heim“ versehenen Ortnamen deuten auf ihre Entstehung in der Siedlungsperiode zwischen 400 und 800 nach Christus hin.
Diese Dörfer sind zumeist von Franken gegründet worden, die seit 500 n.Chr.Niederhessen besetzten und den Hessengau mit der Gauhauptstadt Büraberg organisierten. Im „Breviarum Lulli, einer Urkunde des Klosters Hersfeld, wird „Mazheim“ (maz = Mahl/ Speise) zum ersten Mal erwähnt. Für Ortsjubiläen nennt das Hessischen Staatsarchiv das Todesjahr des Hersfelder Bischof Lullus als Zeitpunkt der urkundlichen Ersterwähnung. Demnach darf Mosheim in 2011 sein 1225-jähriges Jubiläum feiern. Ferner wird Mosheim unter den Schenkungen aus dem Hessengau an das Kloster Fulda im „Codex Eberhardi“ erwähnt. Diese Schenkung fällt in die Regierungszeit des Abtes Ratgar (802 bis 817). Der Ort heißt 1266 Masheim, 1376 Moßheym, 1428 Maßheim und 1600 Mosheimb. In 1194 schenkte der Abt Siegfried von Hersfeld dem Kloster Blankenheim die Mutterkirche Sipperhausen mit der Filiale Mazheim. 1324 kam das Dorf über Konrad von Hebel unter hessische Hoheit. Von 1219 bis 1450 hatte Mosheim einen Ortsadel.
Am 26. Oktober 1896 wurden viele Wohnhäuser, Stallungen und Scheunen im ostwärts gelegenen Dorfteil Opfer eines Großfeuers. Am Baustil der wiedererrichten Gebäude kann man das Ausmaß dieser Brandkatastrophe heute noch ablesen. Der betongegossener Kirchturm lässt auf eine moderne Kirche schließen. Der etwas versteckt dahinter liegende Hauptbau der Kirche hat jedoch spätgotischen Ursprung und wurde um das Jahr 1500 gebaut. 1174 wird bereits eine Kapelle erwähnt. Nach teilweiser Zerstörung im 30-jährigen Krieg wurde die Kirche 1752 erweitert.
1969 wurde sie vollständig umgestaltet.
Seit 1974 besitzt der Ort eine Friedhofskapelle. 1992 fand in Mosheim der letzte katholische Gottesdienst statt. 45 Jahre lang hatten sich die katholischen Gläubigen in einem früheren Tanzsaal versammelt